Presseberichte 2011

Deutschland-Cup und DVMM 05./06.11.2011, Langenfeld

 

Zeitungsartikel zum Deutschland-Cup und den Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften 2011 in Langenfeld aus der Rheinischen Post und der WZ.

 

Fertig bis glücklich

VON MARIAN HAMACHER - zuletzt aktualisiert: 08.11.2011

 

Für die Rhönrad-Sportler der SG Langenfeld waren Deutsche Mannschafts-Meisterschaften und Deutschland-Cup viel Arbeit. Das Team um Trainer Mike Eschrich überzeugte als perfekter Gastgeber und bot auch gute Leistungen.

Hauptdarsteller: Langenfelds engagierte Rhönrad-Turner nutzten das Heimrecht zu einer gelungenen Werbe-Veranstaltung für ihren Sport. Foto: Matzerath

 

Die Spielfläche in der voll besetzten Sporthalle am Konrad-Adenauer-Gymnasium mit ihren bunten Linien glich – von der letzten Reihe aus betrachtet – irgendwie einem kubistischen Gemälde. Nicht weniger als fünf unterschiedliche Farben markieren normalerweise die Begrenzungen für die verschiedensten Sportarten.

 

Für zwei Tage gesellte sich nun eine sechste hinzu, denn für die 39. Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Rhönradturnen und den Deutschland-Cup wurde zusätzlich noch eine rot-weiß gestreifte Abtrennung aufgeklebt.

 

Zum ersten Mal überhaupt durfte die Rhönrad-Abteilung der SG Langenfeld (SGL) die nationalen Titelkämpfe beherbergen. Und die Gastgeber bemühten sich so sehr für einen optimalen Ablauf, dass am Ende nicht nur die eigenen Turner geschafft waren, sondern auch die Helfer. "Ich bin so fertig, dass ich am liebsten sofort einschlafen würde", berichtete SGL-Trainer Mike Eschrich, "weil die Sportler ja auch in der Halle übernachtet haben, ging die Organisation bis in die Nacht. Aber es war ein richtig spannender Wettkampf."

 

Beachtliche Leistung

Der letzte Platz bei den Mannschaftsmeisterschaften konnte die gute Langenfelder Laune nicht trüben, weil die Hausherren (als einziges Team nicht auf Bundesebene zu Hause) ohnehin nur durch eine Wildcard starten durften. "Das war trotzdem ein Achtungs-Erfolg. Ich bin mit der Leistung mehr als zufrieden", sagte Eschrich.

 

Während das SGL-Team um Daniela Wilden, Birte Zelfel, Jana Huber Dorit Gerlach und Carina Bulau nach sechs Disziplinen 32,20 Punkte aufzuweisen hatte, gelang dem TSC Strausberg mit 60,15 Zählern die Titelverteidigung vor dem TSV Bayer 04 Leverkusen (58,50) und dem ASV Rimpar (54,95).

 

Doch auch Langenfelder Teilnehmer konnten einen Platz ganz oben auf dem Podest genießen – beim Deutschland-Cup einen Tag zuvor. Hier kämpften Turner und Turnerinnen aus 15 Landes-Turnverbänden in sieben Altersklassen um die Titel – und mitmachen durften nur die jeweils drei besten Sportler einer Leistungsklasse auf Landesebene.

 

Runde Sache: Die Langenfelderin Daniela Wilden trug sich mit der Mannschaft des Rheinischen Turnerbundes in die Siegerlisten ein. Foto: Matzerath

 

Als der 14 Jahre alte Sebastian Werner (SGL/trat für den Rheinischen Turnerbund an), das volle Programm aus Pflicht und Kür sowie einem Sprung hinter sich hatte, bedeuteten seine 8,90 Zähler der Punktrichter den ersten Platz in der Klasse L 5.

 

Blick in die Zukunft

"Er hat das herausragend gemacht. Er hat seine Leistung durchgezogen und ist fehlerfrei durchgekommen", lobte Eschrich. Daniela Wilden durfte sich ebenfalls über einen Erfolg freuen, weil sie mit dem Damen-Team des Rheinischen Turnerbundes in der Klasse L 7 nicht zu schlagen war.

 

"Wir werden sicher noch einmal eine solche Veranstaltung ausrichten", versprach Eschrich, "aber in naher Zukunft wird das erst einmal nicht der Fall sein." Bis dahin bleibt es demnach bei den fünf verschiedenfarbigen Linien auf dem Boden der Halle.

 

Wenn alle mitmachen


Nachwuchsprobleme kennt die Rhönrad-Abteilung der SG Langenfeld nicht. "Wir haben jetzt knapp 60 Mitglieder, aber das sprengt schon die Kapazität unserer Halle am Fahler Weg", sagt Trainer Mike Eschrich, der sich bei der Organisation der beiden Turniere nicht nur auf die Hilfe aller Mitglieder verlassen konnte.

"Wir haben Eltern, die sich sogar extra Urlaub genommen haben. Jeder hat an einem Strang gezogen. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken", betont Eschrich. Er freut sich zugleich darüber, dass der Verein deutschlandweit seine Qualitäten beweisen konnte.

 

 

Link zum Artikel der RP vom 08.11.2011:

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/langenfeld/sport/fertig-bis-gluecklich-1.2544034

 

Turner drehen am Rad

 

In der Halle des Gymnasiums stand zwei Tage das Rhönrad-Turnen im Mittelpunkt.

sport
Großbild Anna Schwartz

Heimspiel: Daniela Wilden (23) von der SG Langenfeld hatte sich für den Rheinischen Turnerbund qualifiziert. Sie überzeugte mit ihrem Auftritt.

 

Langenfeld. Die zweite Halle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums bot am Wochenende ein Bild wie noch nie in ihrer rund 20-jährigen Geschichte: Sie hatte sich in ein Feldlager verwandelt, worauf schon Richtungsschilder im Vorraum der großen Halle hinwiesen. „Gemeinschaftsquartier“ stand darauf zu lesen.

Schüler, Jugendliche, Betreuer und Trainer hatten ihre Isomatten und Luftmatratzen auf dem Boden ausgebreitet und ihre Kleidertaschen fein säuberlich darüber gelegt. „Das ist nichts Neues für uns, sondern gewohnte Atmosphäre“, sagte der 19-jährige Josef Stühr aus Flensburg, der gerade Hallenaufsicht hatte. Er kennt die Atmosphäre.

Die SG Langenfeld hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Ausrichtung des Deutschland-Cups und der Mannschaftsmeisterschaften im Rhönradturnen vom Deutschen Turnerbund übertragen bekommen.

 

173 Turner aus ganz Deutschland in Langenfeld

Die Rhönrad-Abteilung des Vereins mit Abteilungsleiter Mike Eschrich stand damit vor einer riesigen organisatorischen Aufgabe. Es galt, zwei Tage lang dafür zu sorgen, dass sich die besten Rhönradsportler aus 15 Landesverbänden in Langenfeld wohlfühlten und beste Wettkampfbedingungen vorfanden.

173 Turnerinnen und Turner des Rhönrad-Breitensports aus ganz Deutschland waren gekommen, um in verschiedenen Altersklassen um den Deutschland-Cup und im Mannschaftswettbewerb ihr Bestes zu geben.

Das Rhönrad besteht aus zwei Reifen, die durch sechs Sprossen miteinander verbunden sind. Der Durchmesser des Rades variiert je nach Größe des Turners, damit der Sportler fast gestreckt auf den Brettern stehen kann und sich an den Griffen hält. Es gibt Räder von 1,30 bis 2,45 Meter Durchmesser. Die Räder wiegen zwischen 40 und 60 Kilogramm.

Das Rhönrad wird als das tollste Turngerät beschrieben, doch sind die Namen vieler Übungsteile wie Grätschröllchen, Riesenbrücke, Kreisumschwung oder hohe Rollen nur Eingeweihten bekannt. Die Besten dreier Altersklassen bis 14, 17 und ab 19 Jahren zeigten hervorragende Übungen – kein Wunder, denn schließlich hatten sich nur die drei Besten jedes Landesverbandes für den Deutschland-Cup qualifizieren können. Vor einem strengen Kampfgericht turnten sie alle in der großen KAG-Halle voller Eleganz, Schwung und mit bewundernswerter Exaktheit.

Auch im Rhönradturnen sind Pflicht und Kür gefordert, und aus beiden Vorführungen werden die Noten addiert. Daraus ergeben sich die Platzierungen.

 

Acht Jahre altes Talent aus dem eigenen Verein

Unter der großen Schar Aktiver turnte mit dem erst acht Jahre alten Leon Eschrich, Spross der Rhönrad begeisterten Eltern Mike und Anke Eschrich, ehemalige Aktive und Trainerin, auch ein Talent des gastgebenden Vereins mit. Er hatte sich die Teilnahmeberechtigung im Talent-Cup gegen ein Feld älterer Konkurrenten erkämpft.

Eine gute Platzierung gelang auch Daniela Wilden als Beste der SG Langenfeld. Die 23-jährige Sportlerin war eine von drei Rheinland-Turnerinnen, die sich für den Rheinischen Turnerbund qualifiziert hatten. Und sie führte die SGL-Riege an, die im Mannschaftswettbewerb am Sonntag als Gastgeber eine Wildcard erhalten hatte und beim Höhepunkt der beiden Tage mit dabei sein durfte.

 

 

 

Link zum Artikel der WZ vom 06.11.2011:

http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/langenfeld/turner-drehen-am-rad-1.811925